Die Wurzeln der Jugendblaskapelle liegen in der staatlichen Knabenrealschule am Nörreut in Rosenheim. Mitte der 60er Jahre war Rosenheim eine Stadt ohne eigene Blaskapelle. Die "Kapelle Maier" hatte sich nach dem Tod ihres Dirigenten einige Jahre zuvor aufgelöst. Damit gab es in Rosenheim außer dem noch jungen Spielmannszug keine größere musikalische Vereinigung, welche zur Umrahmung der "offiziellen Anlässe" der Stadt geeignet gewesen wäre.
Viele Rosenheimer bedauerten diesen Mangel, unter anderem auch Herr
Dr. Alois Resch, der damalige Direktor der Knabenrealschule. Die
Neugründung einer Blaskapelle war schon länger Gesprächsthema vieler
Musikfreunde in Rosenheim. Im Einklang mit dem Elternbeirat und
seinen Musiklehrern fasste Herr Resch deshalb den Entschluss, eine
Jugendblaskapelle an seiner Schule zu gründen. Am 14. Dezember
1967 wandte sich Herr Dr. Resch mit der Bitte um Unterstützung
in diesem Vorhaben an den damaligen Oberbürgermeister der Stadt
Rosenheim, Herrn Dr. Albert Steinbeißer, Herrn Josef Großmann vom
Wirtschaftlichen Verband und Herrn Josef Gumpp, den damaligen Direktor
der Sparkasse Rosenheim.
Die Idee wurde begeistert aufgegriffen und der Gründung der
"Jugendblaskapelle der staatlichen Realschule Rosenheim" stand nichts
mehr im Wege. Dank der Unterstützung durch den Elternbeirat der
Knabenrealschule und verschiedenen Vertretern der ortsansässigen
Wirtschaft konnten sehr bald die ersten Instrumente für den
Unterricht angeschafft werden.