Die Sitzung des Kulturausschuss des Rosenheimer Stadtrats im Februar 1973 wurde zum amtlichen Namenstag der Jugendblaskapelle. Nachdem sich in den Jahren seit der Gründung noch kein einheitlicher Name für die Kapelle eingebürgert hatte - laut einem der damaligen Sitzungsteilnehmer nicht ohne Schuld der örtlichen Presse, die ständig neue Namensgebungen vornehem -, beschloss man, die Kapelle endlich offiziell zu taufen. Auch sei der bis dahin geführte Name "Jugendblaskapelle der staatlichen Realschule Rosenheim" zu lang, ungebräuchlich und darüberhinaus irreführend, da die Kapelle ja zum Großteil aus Mitteln der Stadt finanziert werde. Man einigte sich schließlich auf den Namen "Jugendblaskapelle Rosenheim".
In den folgenden Jahren konnte sich die Jugendblaskapelle zu einer festen und gern gesehenen Institution in Rosenheim etablieren. Die Anzahl und die Qualität der Auftritte waren ständig gestiegen. Die Höhepunkte für die Kapelle waren mit Sicherheit die Konzertfahrten nach Briancon in Frankreich 1972/74/75 und Bern in der Schweiz 1975.
Bereits in ihren jungen Jahren hatte die Jugendblaskapelle mit dem Nachwuchsproblem zu kämpfen. Da neue Schüler in erster Linie aus der Knabenrealschule kamen, war deren Zeit in der Jugendblaskapelle aus vielerlei Gründen meist auf die Jahre der (Schul-)Ausbildung beschränkt. Nur wenige blieben dem Orchester auch nach ihrer Berufsausbildung treu. Da man nun immer wieder gezwungen war, ausgeschiedene Mitglieder früh durch unerfahrene Schüler zu ersetzen, wurde es schwieriger das musikalische Niveau der Kapelle weiter zu heben.